Geschäftsbericht 2004
Jean Tinguely: Wasser und Technik
«Es bewegt sich alles – Stillstand gibt’s nicht.»

Technische Präzision in Verbindung mit Wasser ist das tragende Element, mit dem sich Geberit täglich auseinander setzt. Mit ausgeklügelter Sanitärtechnologie sorgt das Unternehmen dafür, dass Wasser optimal geleitet und sparsam eingesetzt wird. Durch einen zielgerichteten Innovationsprozess wird die Qualität der Geberit Produkte und das spezifische Know-how ständig weiter ausgebaut und so die Marktführerschaft gesichert.

Technik und Wasser haben auch das Leben des Bildhauers und Objektkünstlers Jean Tinguely geprägt. Er ist wohl der bekannteste Künstler, der es verstand, Wasser und Technik, Präzision und Spiel, Humor und Überraschung perfekt zu vereinen. Seine Kunst verlangte Ideenreichtum, Kreativität, Umsetzungswillen und Perfektion. Werte, die auch für Geberit stehen.

Anders als Geberit erschuf der Künstler mit unpräzisen Teilen funktionierende Gebilde und spielte bewusst mit Ungenauigkeiten. Für seine sich bewegenden Objekte und seine lärmenden, von Motoren betriebenen Maschinenplastiken verwendete er vorwiegend Metallteile vom Schrottplatz. Diese Maschinen, pendelnd zwischen spielerischem Witz und bedrohlicher Aggressivität, spiegeln Tinguelys Technikbegeisterung wider, ironisieren aber auch die moderne Industriewelt und den Kunstbetrieb durch ihre Absurdität.

Am Beispiel des «Jo Siffert»-Brunnens in Fribourg (CH) werden diese Verwandschaft und der gleichzeitige Gegensatz zwischen technischer Funktionalität und künstlerischem Freigeist deutlich. 1984 errichtete er dieses Wasserspiel in Erinnerung an seinen verstorbenen Freund und beliebten Schweizer Formel-1-Piloten Jo Siffert, der bei einem Unfall 1971 in Brands Hatch ums Leben kam.

Tinguely schuf weitere Brunnen mit spielerisch-heiterem Charakter für den urbanen Raum: «Etude pour un fin du Monde No. 1» im Louisiana Museum Humlebaek (DK) 1961, «End of the World No. 2» in der Wüste von Nevada (US) 1962, «Carneval de Bâle» in Basel (CH) 1977 und «Strawinsky» beim Centre Pompidou in Paris (FR) 1983. Sie widerspiegeln Tinguelys Vorstellung von einer dynamischen Ausstellungs- und Kunstwelt, die bis heute nichts von ihrer Faszination und Aktualität eingebüsst hat.

Das Schlüsselwort für Tinguelys Kunst ist die visuell und akustisch erfahrbar gemachte Bewegung. Sie ist das Leitmotiv seiner künstlerischen Arbeit. «Es bewegt sich alles – Stillstand gibt’s nicht», sagte Jean «Jeannot» Tinguely 1959. Ein Motto, das auch für Geberit gilt, denn auch Geberit ist immer in Bewegung, mit neuen Ideen und dynamischer Umsetzung am Markt.
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